Blutegel - Therapie

Der Blutegel

Der Blutegel ist eine Wurmart, die eine Länge von bis zu 15 cm erreicht.  Der Egel lebt in stehenden Gewässern und ernährt sich vom Blut der Frösche, Kröten und Fische. Ausgewachsene Blutegel bevorzugen eher das Blut von Säugetieren und auch Menschen und genau diese Vorliebe macht man sich in der Naturheilkunde beim Einsatz der Tiere zunutze.

Am Körper der Blutegel befinden sich an beiden Enden Saugnäpfe. Mit dem einen Saugnapf hält er sich an seinem Wirt fest. Im Bereich des anderen Saugnapfes befindet sich die Mundöffnung mit einem speziellen Kieferapparat, der ca. 80 Zähne trägt. Hiermit beißt der Egel zu, wenn er eine geeignete Stelle gefunden hat. Aufgrund der betäubenden Substanzen im Speichel des Egels merkt man den Biss kaum.

 

Die Blutegel-Therapie

Der Einsatz von Blutegeln für kleine Aderlasse hat eine lange zurückreichende heilkundliche Tradition. Schon vor  3000 Jahren wird diese Behandlungsart in Indien erwähnt. Auch in der Antike und im Mittelalter wurden Blutegel für therapeutische Zwecke genutzt. Im 19. Jahrhundert gab es dann einen regelrechten Therapie-Boom. Denn die Beschwerden der Menschen hatten durch Zivilisationskrankheiten zugenommen, welche durch die zunehmende Industrialisierung hervorgerufen wurden und es gab kaum ein Symptom, dass man nicht mit dem sanften Aderlass zu heilen versuchte. Nach dem Boom allerdings geriet diese naturheilkundliche Anwendung in Vergessenheit, zum einen, weil der Egelbestand mittlerweile so dezimiert war, dass keine mehr zur Verfügung standen und zum anderen sorgte das neue Wissen um Bakterien und Erreger für Ablehnung einer Behandlungsmethode, die womöglich durch die Tiere Infektionen nach sich ziehen konnte. 

Mittlerweile ist die Blutegel-Therapie zum Gegenstand moderner Forschung geworden. Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung des Speichels der Tiere und dessen Wirkweisen belegen, dass es sich um eine ernstzunehmende Therapieform handelt und keinesfalls um mittelalterlichen Aberglauben oder eine unsterile Gefahrenquelle. Im Gegenteil: man fand heraus, dass Blutegel während sie zubeißen, entzündungshemmende und blutgerinnende Stoffe abgeben und damit die Wundheilung verbessern.

 

Was bewirkt die Blutegel-Therapie?

Es “arbeiten” mehrere Blutegel gleichzeitig am Patienten.  Dort wo ein Egel zugebissen hat, kommt es zur Beschleunigung des Lymphflusses und wenn der Egel mit der Mahlzeit fertig ist zu Nachblutungen. In der entstandenen kleinen Wunde wirken die besonderen Stoffe, die der Egel mit seinem Speichel abgibt.

Diese Wirkstoffe können in der Naturheilkunde bei vielen verschiedenen Erkrankung eingesetzt werden: bei Venenerkrankungen an den Beinen, Arthrose, Entzündungen, aber auch bei der Behandlung von Bluthochdruck.

 

Die häufigsten Anwendungsgebiete:

  • Arthrose
  • Bluthochdruck
  • Gürtelrose
  • Hämorrhoiden
  • Krampfadern  und Besenreißer
  • Rheumatische Gelenkerkrankungen
  • Rückenschmerzen
  • Sehnenreizungen und Sehnenscheidenentzündungen
  • Thrombosen
  • Tinnitus und Hörsturz

 

Berührungsängste?

Sie interessieren sich für unsere Blutegel-Therapie aufgrund der breitgefächerten Wirkung, haben aber eine – ganz natürliche – Abneigung den Egeln gegenüber? Sprechen Sie uns an. In der Gesundheitspraxis Zaremba beantworten wir gerne Ihre Fragen rund um diese besondere Heilmethode und bringen Ihnen diese Therapieform näher.